Dok-Filmempfehlung 2012: „Vergiss mein nicht“

Nele, Luise, Miriam und Maik schreiben: Die Gruppe zur „Filmem- pfehlung der ökumenischen Stadtjugend Leipzig“ zum Dok-Film-Festivals 2012 hat sich einstimmig und mit großer Begeisterung für den Film „Vergiss mein nicht“ von David Sieveking entschieden. David Sieveking verarbeitet in seinem Dokumentarfilm nicht nur ein sehr komplexes und für junges Publikum fremdartig erscheinendes Thema, sondern er steht auch selbst vor der Kamera, zusammen mit Gretel. Gretel Sieveking ist Davids Mutter- Als bei ihr schließlich das Krankheitsbild Alzheimer diagnostiziert wird, beschließt David die letzten Lebensjahre seiner Mutter mit der Kamera zu begleiten. Der Film handelt also von einer humorvollen alten Dame mit einer noch beeindruckenderen Lebensgeschichte, die ihr jedoch aus dem Kopf entschwindet. Es ist nicht nur ein Film über Abschied und Vergänglichkeit, sondern auch eine Reise in die Ära revolutionärer Gruppen, offener Beziehungen und Frauenkreisen. David Sieveking erzählt die Geschichte seiner Mutter mit seiner eigenen Stimme, er steuert qualitativ hochwertige Bilder und bewegende Momente bei und zeigt dabei so viel Persönlichkeit, dass man dem Ernst der Lage eine besondere Lebensfreude abnehmen kann, obwohl man tief betroffen ist. Wir finden, ihm ist so ein sehr nahgehendes Portrait gelungen, einerseits von der Krankheit Altzheimer, aber vor allem von Gretel und dem Leben, was sie in dieser Krankheit immer wieder neu entdeckt. Ein super Film, den es sich anzuschauen lohnt, unserer Meinung nach der beste deutsche Film für das Dok-Festival 2012 und auch für Jugendliche empfehlenswert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.